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Workers‘ Memorial Day: IG BAU ruft in Bielefeld zu Gedenkminute auf

Gedenktag am 28. April | 24.800 Bau-Unfälle in Nordrhein-Westfalen


Bielefeld, 24.04.2018
„Jeder Unfall ist einer zu viel“ – unter diesem Motto ruft die IG Bauen-Agrar-Umwelt
(IG BAU) in Bielefeld zu einer Gedenkminute für die Opfer von Arbeitsunfällen auf. Bereitsam kommenden Freitag – dem Vortag des internationalen Workers‘ Memorial Days – soll um 12 Uhr der Menschen gedacht werden, die im Job tödlich verunglückt oder berufsunfähig geworden sind, so die IG BAU Ostwestfalen-Lippe.

„Die Schweigeminute erinnert daran, dass nicht nur auf anderen Kontinenten beim Arbeitsschutz einiges im Argen liegt, sondern auch bei uns noch viel zu tun ist, um Beschäftigte besser zu schützen“, sagt die IG BAU-Bezirksvorsitzende Sabine KatzscheDöring. So kam es nach Angaben der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bauauf Baustellen in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2017 zu rund 24.800 Arbeitsunfällen, zehnUnfälle endeten tödlich.

„Stürze vom Gerüst oder Verletzungen mit dem Häcksler entstehen oft unter Stress. DieZeit für das richtige Absichern oder das Anziehen der Schutzkleidung muss aber da seinbetont Katzsche-Döring. Die Gewerkschafterin kritisiert die Haltung mancher Arbeitgeberim Arbeitsschutz lediglich einen Kostenfaktor zu sehen: „Unternehmen sind dazu verpflichtet, für die Sicherheit ihrer Mitarbeiter zu sorgen. Wer daran spart, handelt unverantwortlich.“

Der Workers‘ Memorial Day fand erstmals 1984 in Kanada statt: Die Gewerkschaft fürAngestellte im öffentlichen Dienst rief damals dazu auf, der im Arbeitsleben verstorbenenMitarbeiter zu gedenken. Seit 1989 wird der Gedenktag weltweit begangen. In der BerlinerGedächtniskirche findet dann am 28. April ein zentraler Gedenkgottesdienst mit Vertreternvon Christentum, Islam und Judentum statt.