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IG BAU Ostwestfalen-Lippe legt Jahresbilanz vor

Streit im Job: Rechtsexperten der Gewerkschaft 2025 Mal im Einsatz


Bielefeld, 28.02.2018
Streit im Job: Rechtsexperten der Gewerkschaft 2025 Mal im Einsatz Vom geprellten Urlaubsgeld über verspätete Lohnzahlungen bis zur Verletzung des Kündigungsschutzes: Bei handfesten Streitigkeiten im Job waren die Rechtsexperten der IG Bauen-Agrar-Umwelt Ostwestfalen-Lippe im vergangenen Jahr stark gefragt. Insgesamt 2025 Fälle zählten die IG BAU-Rechtsberater in der Region, wie die Gewerkschaft mitteilt.

»Besonders viel hatten die Juristen im Baugewerbe, im Dachdeckerhandwerk und in der Gebäudereinigung sowie mit Problemen von Auszubildenden zu tun. Die Beschwerden reichen hier von unbezahlten Überstunden und unterschrittenen Tariflöhnen bis hin zu rechtswidrigen Entlassungen«, zieht Sabine Katzsche-Döring Bilanz. Nach Angaben der IG BAU-Bezirksvorsitzenden sorgten Hartz-IV-Bescheide, Probleme bei Insolvenzen und Fragen zu Langzeiterkrankungen von Arbeitnehmern für zahlreiche Beratungsstunden. Die IG BAU Ostwestfalen-Lippe rät den heimischen Beschäftigten, sich bei Problemen nicht vom Arbeitgeber einschüchtern zu lassen. »Ob im Malerhandwerk, im Gartenbau oder in der Gebäudereinigung – wer um sein Recht gebracht wird, der sollte sich professionelle Hilfe holen«, sagt die Gewerkschafterin. Eine Beratung helfe oft auch bei den scheinbar kleinen Dingen des Arbeitslebens: »So konnte ein Maurer, der täglich zur Baustelle radelt, durchsetzen, dass er für den Arbeitsweg ein Kilometer-Geld bekommt – genauso wie die Autofahrer«, berichtet Katzsche-Döring. Dies entschied das Landesarbeitsgericht München (Az. 11 Sa 58/17). Anspruch auf den Rechtsschutz haben alle Gewerkschaftsmitglieder. Termine für die Rechtsberatung können im IG BAU-Büro in Bielefeld, Telefon (0521) 93840-0, vereinbart werden.